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Fahrradtour http://www.rennradsattel-sattelmax.de

Am Gardasee

Touren in Italien im Gegensatz zu Mallorca, wo ich ausschließlich zum rennradeln hin fliege, sitze ich in Bella Italia nicht täglich auf dem Rad. Da gibt es andere, ebenso schöne oder noch schönere Aktivitäten (Windsurfen ist meine Leidenschaft).

Das Rennrad wartet...

Rennradeln am Gardasee

Windsurfen ist meine Leidenschaft

Windsurfen ist meine Leidenschaft

Außerdem wohnen wir 600 Meter oberhalb des Gardasees, und die Strecke von Limone rauf zu uns hats in sich. Einmal bin ich mit einem guten Freund um die Nordhälfte des Sees geschnürt, und in Torri del Benaco haben wir die Fähre genommen. Diese Tour lohnt sich, wenn einen die Tunnelstrecken zwischen Limone und Riva bzw. Gargnano und hinter Campione nicht abschrecken. Mir ist nie ganz wohl dabei. Inzwischen sind aber sämtliche Tunnels beleuchtet, so dass man nur Beleuchtung braucht, um selbst gesehen zu werden. Trotzdem fahren viele Radler ohne Licht, was ich extrem leichtsinnig finde. Wer im Auto oder auf einem Motorrad aus der grellen Sonne in einen Tunnel fährt, der sieht erst mal fast nix, vor allem, wenn er möglicherweise eine Sonnenbrille trägt. Am Ende dieser Tour war ich völlig fertig und schaffte die Höhenmeter vom See rauf zu uns nur mit mehreren Pausen. Da war ich allerdings völlig untrainiert gewesen, während mein Freund eine halbe Stunde vor mir oben ankam.

Vesio di Tremosine

Vesio di Tremosine

Meine Hausrunde nenne ich die Tremosina, angelehnt an die Tignalga, das Sträßchen, das Tremosine mit Tignale verbindet. Wer gern Kilometer frisst, der kommt hier nicht auf seine Kosten. Es gibt kaum 100 Meter ebene Strecke. Ich kann nach ein paar Stufen vor’m Haus direkt aufs Rad steigen und fahre in der Regel gegen den Uhrzeigersinn in Richtung Alpe del Garda, um kurz vorher nach Sermerio abzubiegen. Die Landschaft ist wunderschön, abwechslungsreich, kein Wunder, dass Tremosine sich Uno dei Borghi piu belli d’Italia nennen darf. Einer der schönsten Orte Italiens.
Von Sermerio geht es recht steil an Cadignano vorbei runter nach Pregasio und von dort nach Pieve. Diese Ortsdurchfahrt hats in sich, da sollte man sehr langsam fahren. Einmal bin ich dort gestürzt, als von drei Passantinen auf der Straße eine plötzlich ausscherte. Es tat weh, und ich hab geflucht.

Pieve di Tremosine- Schauderterrasse

Pieve di Tremosine- Schauderterrasse

Nun kommt der Anstieg. Bis auf ein paar hundert Meter im nächsten Ort Priezzo geht es nur noch bergauf. Kein bisschen geradeaus, eine Kurve nach der anderen schlängelt sich das Sträßchen nach oben, durch einen kurzen, unbeleuchteten Tunnel bis Villa, um dann – für mich – nach einem kräftigen Anstieg in Vesio zu enden. Eigentlich will man zum Schluss ausrollen, aber man kann nicht alles haben.
Jedenfalls tut mir diese kleine Runde jedesmal gut. Sollte sie mir mal langweilig werden, so kann ich sie gegenläufig, also im Uhrzeigersinn fahren. Aber es hat einen guten Grund, warum ich sie so nur ganz selten fahre. Denn dann geht’s erst mal flott runter nach Pieve, aber spätestens hinter Pregasio bis Sermerio ist die Steigung permanent grenzwertig, je nachdem, was für ein Getriebe man seiner Bergziege spendiert hat. Inzwischen hab ich nämlich auf eine 12/ 36er Kassette umgerüstet. Für meine Hausrunde brauche ich das 36er Ritzel zwar nicht, aber ich will auch mal rüber nach Tignale radeln, und die Tignalga hat Passagen, wo ich selbst mit den 36 Zähnen an meine Grenzen komme. Spätestens wenn die Knie anfangen zu schmerzen ist mir klar, dass die Strecke für mich ungeeignet ist. Schließlich radle ich aus Spaß an der Freude und nicht, um mir irgend etwas zu beweisen.